\begin{song}{ title = {Es war ein König}, note = {Goethe verfasste diese Ballade im Jahre 1774 und verwendete sie später auch in seiner Dichtung ''Faust''. Thema ist die Liebe und die Treue über das Grab hinaus, hier veranschaulicht durch die sterbende Buhle (Dirne, Geliebte) und den ihr nachsterbenden König, der sie nicht vergessen kann. Der goldene Becher, Symbol ihrer inneren Verbundenheit, darf nicht von Unberufenen entweiht werden: Nach dem letzten Trunk wirft ihn der König hinab ins Meer.}, lyrics = {Johann Wolfgang von Goethe}, composer = {C. F. Zelter}, bulibull = 96, cl = 150, swa = 96, barde = 106, libock = 140, } \begin{verse} Es \chord{a}war ein König in \chord{F}Thule, gar \chord{d}treu bis an das \chord{E}Grab, \\ /:dem \chord{a}sterbend \chord{G}seine \chord{d}Buhle, einen \chord{E}goldnen Becher \chord{a}gab.:/ \end{verse} \begin{verse} Es ging ihm nichts darüber, er leert ihn jeden Schmaus, \\ /: die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus. :/ \end{verse} \begin{verse} Und als er kam zu sterben, zählt er sein Städt’ im Reich, \\ /: gönnt alles seinen Erben, den Becher nicht zugleich. :/ \end{verse} \begin{verse} Er saß beim Königsmahle, die Ritter um ihn her, \\ /:auf hohem Vätersaale, dort auf dem Schloss am Meer.:/ \end{verse} \begin{verse} Dort stand der alte Zecher, trank letzte Lebensglut \\ /: und warf den heil´gen Becher hinunter in die Flut.:/ \end{verse} \begin{verse} Er sah ihn stürzen, trinken und sinken tief ins Meer. \\ /: Die Augen täten ihm sinken, trank nie einen Tropfen \\ mehr. :/ \end{verse} \end{song}