\begin{song}{ title = {Wir lagen vor Madagaskar}, bulibull = 3, cl = 86, libock = 418, } % Wir lagen vor Madagaskar ist ein weit verbreitetes volkstümliches Lied. % Es wird dem Komponisten und Texter Just Scheu zugeschrieben; als % Entstehungsjahr gilt 1934. Es kann zu vier Stimmen gesungen werden % und ist in unterschiedlichen Varianten verbreitet. \begin{verse} Wir l \chord{D}agen vor Madagaskar und h \chord{A}atten die \chord{A7}Pest an \chord{D}Bord. \\ In den Kübeln, da f \chord{A}aulte das \chord{D}Wasser \\ und t \chord{A7}äglich ging einer über \chord{D}Bord. \end{verse} \begin{verse} Ref.: \\ Ahoi! Kameraden. A \chord{A7}hoi \chord{D}, ahoi. / Leb wohl, kleines Mädel, \\ leb w \chord{A}ohl, leb w \chord{D}ohl. \\ Ja \chord{D7}wenn das S \chord{G}chifferklavier an \chord{D}Bord ertönt, \\ ja da sind die Matrosen so \chord{A7}still, \\ weil ein j \chord{D}eder nach seiner Heimat sich sehnt, \\ die er \chord{A7}gerne einmal wieder sehen \chord{D}will. \end{verse} \begin{verse} Wir lagen schon vierzehn Tage, \\ kein Wind in die Segel uns pfiff. \\ Der Durst war die größte Plage, \\ dann liefen wir auf ein Riff. \end{verse} \begin{verse} Der Langbein, der war der erste, \\ der soff von dem faulen Nass. \\ Die Pest gab ihm das Letzte, \\ man schuf ihm ein Seemannsgrab. \end{verse} \begin{verse} So lagen wir vierzehn Tage, \\ kein Wind in die Segel uns blies; \\ die Ratten wurden zur Plage, \\ gar mancher sein Leben ließ. \end{verse} \begin{verse} Und endlich nach 30 Tagen, \\ da kam ein Schiff in Sicht, \\ jedoch es fuhr vorüber \\ und sah uns Tote nicht. \end{verse} \begin{verse} Kameraden, wann sehn wir uns wieder, \\ Kameraden, wann kehren wir zurück, \\ und setzen zum Trunke uns nieder \\ und genießen das ferne Glück. \end{verse} \end{song}