\begin{song}{ title = {Der Mond ist aufgegangen}, lyrics = {Matthias Claudius, 1790}, composer = {Johann A. P. Schulz.}, cl = 70, swa = 41, libock = 62, } \begin{verse} \chord{C}Der \chord{G7}Mond \chord{F}ist \chord{C}aufgegangen, die \chord{a}goldnen \chord{G7}Sternlein \\ \chord{C}prangen am \chord{a}Himmel \chord{F}hell \chord{G7}und \chord{G7}klar; \chord{C}der Wald steht \\ \chord{F}schwarz \chord{C}und \chord{C}schweiget, und \chord{a}aus den \chord{C}Wiesen \chord{C}steiget \\ der \chord{a}weiße \chord{G7}Nebel \chord{C}wunderbar. \end{verse} \begin{verse} Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle \\ so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo ihr \\ des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt! \end{verse} \begin{verse} Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu se- \\ hen, und ist doch rund und schön! So sind wohl manche \\ Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie \\ nicht sehen. \end{verse} \begin{verse} Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder \\ und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste \\ und suchen viele Künste und kommen weiter von dem \\ Ziel. \end{verse} \begin{verse} Gott, lass dein Heil uns schauen, auf nichts Vergäng- \\ lichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; lass uns einfältig \\ werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und \\ fröhlich sein! \end{verse} \begin{verse} Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns neh- \\ men durch einen sanften Tod! Und, wenn du uns ge- \\ nommen, lass uns in Himmel kommen, Du unser Herr \\ und unser Gott! \end{verse} \begin{verse} So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder. \\ Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Stra- \\ fen und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken \\ Nachbarn auch. \end{verse} \end{song}