\begin{song}{ title = {Am Brunnen vor dem Tore}, lyrics = {Wilhelm Müller}, composer = {Franz Schubert}, cl = 27, libock = 16, } \begin{verse} Am \chord{D}Brunnen vor dem Tore, da \chord{A}steht ein \chord{D}Lindenbaum. \\ Ich \chord{D}träumt in seinem Schatten so \chord{A}manchen süßen \chord{D}Traum. \\ Ich \chord{A}schnitt in seine \chord{D}Rinde so \chord{G}manches liebe \chord{A}Wort. \\ Es \chord{A7}zog in Freud und \chord{D}Leiden /: zu ihm mich \chord{A}immer \chord{D}fort. :/ \end{verse} \begin{verse} Ich musst auch heute wandern, vorbei in tiefer Nacht. \\ Da hab ich noch im Dunkeln, die Augen zugemacht. \\ Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu: \\ Komm her zu mir, Geselle, /: hier find‘st du deine Ruh. :/ \end{verse} \begin{verse} Die kalten Winde bliesen, mir grad ins Angesicht. \\ Der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht. \\ Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort, \\ und immer hör ich‘s rauschen: /: Du fändest Ruhe dort.:/ \end{verse} \begin{verse} Der ursprüngliche Titel lautet „Der Lindenbaum“. \\ Der Text gehört zu einem Gedichtzyklus, den Mül- \\ ler Die Winterreise überschrieb. Franz Schubert \\ vertonte den gesamten Gedichtzyklus unter dem \\ Titel Winterreise und in diesem Rahmen auch den \\ Lindenbaum als Kunstlied. In der bekanntesten \\ und populärsten Bearbeitung der Schubertschen \\ Vertonung von Friedrich Silcher ist das Werk zum \\ Volkslied geworden. \end{verse} \end{song}