\begin{song}{ title = {Wohlauf die Luft}, lyrics = {Viktor von Scheffel}, composer = {V. E. Becker}, bulibull = 4, cl = 08, swa = 294, libock = 440, } \begin{verse} \chord{E}Wohlauf die Luft geht \chord{H7}frisch und \chord{E}rein,/ wer \chord{H7}lange \\ Fis H E H7 \\ sitzt muss rosten! / Den allerschönsten Sonnen- \\ E H7 Fis H H7 \\ schein lässt uns der Himmel kosten. / Drum reicht \\ mir \chord{E}Stab und \chord{E}Ordenskleid / der \chord{E}fahrenden \\ \chord{H7}Scholaren, / ich \chord{E}will zur schönen \chord{A}Sommerszeit / ins \\ \chord{E}Land der Franken \chord{E}fahren. / \chord{H7}Vallerie, \chord{E}vallera, \\ \chord{H7}vallerie, \chord{E}vallera, ins Land der Franken \chord{E}fahren. \end{verse} \begin{verse} Der Wald steht grün, die Jagd geht gut, \\ schwer ist das Korn geraten; / \\ sie können auf des Maines Flut \\ die Schiffe kaum verladen. / \\ Bald hebt sich auch das Herbsten an, \\ die Kelter harrt des Weines; / \\ der Winzer Schutzherr Kilian / \\ beschert uns etwas Feines. / \end{verse} \begin{verse} Wallfahrer ziehen durch das Tal \\ mit fliegenden Standarten, / \\ hell grüßt ihr doppelter Choral \\ den weiten Gottesgarten. / \\ Wie gerne wär ich mitgewallt, \\ ihr Pfarr´ wollt mich nicht haben! / \\ So musst ich seitwärts durch den Wald \\ als räudig Schäflein traben. / \\ Zum heil´gen Veit von Staffelstein \\ komm ich empor gestiegen / \\ und seh die Lande um den Main \\ zu meinen Füßen liegen: / \\ Von Bamberg bis zum Grabfeldgau \\ umrahmen Berg und Hügel / \\ die breite, stromdurchglänzte Au, \\ ich wollt mir wüchsen Flügel! / \\ Einsiedelmann ist nicht zu Haus, \\ dieweil es Zeit, zu mähen; / \\ ich seh ihn an der Halde draus \\ bei einer Schnittrin stehen. / \\ Verfahrner Schüler Stoßgebet heißt: \\ Herr, gib uns zu trinken! / \\ Doch wer bei schöner Schnittrin steh´n, \\ dem mag man lange winken. / \end{verse} \begin{verse} Einsiedel, das war missgetan, \\ dass du dich hubst von hinnen! / \\ Es liegt, ich seh´s dem Keller an, \\ ein guter Jahrgang drinnen. \\ Hoiho! Die Pforten brech ich ein \\ und trinke, was ich finde. / \\ Du heil´ger Veit von Staffelstein, \\ verzeih mir Durst und Sünde! / \end{verse} \end{song}