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Co-Authored-By: Claude Opus 4.6 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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\begin{song}{
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title = {Edelweißpiraten},
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lyrics = {Herwig Steymans (1982)},
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composer = {Hans-Jörg Maucksch},
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cl = 88,
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barde = 264,
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}
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% Als Edelweißpiraten werden informelle Gruppen deutscher Jugendlicher mit unange-
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% passtem, teilweise oppositionellem Verhalten im Deutschen Reich von 1939 bis 1945
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% und während der ersten Nachkriegsjahre bezeichnet. Nach Kriegsende dauerten in
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% einigen Besatzungszonen die Aktivitäten der Gruppen bis etwa 1947 an. Die Namens-
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% gebung entstammt einer Verballhornung durch Gestapo-Beamte um 1939: Das Edel-
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% weiß war eines unter vielen Kennzeichen der nach 1936 verbotenen Bündischen Ju-
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% gend. Der Namensteil „Piraten“ leitet sich von den Kittelbachpiraten her, einer offiziell
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% bis 1933 bestehenden rechtsradikalen Gruppe in Düsseldorf, die größtenteils in die
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% Hitlerjugend (HJ) oder die Sturmabteilung (SA) abwanderte. Die Vermengung der Be-
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% griffe „Edelweiß“ und „Piraten“ war daher anfänglich eine Provokation für Jugendliche
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% mit oppositionellem Verhalten, speziell für solche in der Bündischen Jugend.
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\begin{verse}
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\chord{G}Sie saßen \chord{D}oft am \chord{C}Märchensee beim \chord{G}Lagerfeuer. \\
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Sie wollten \chord{a}leben, wie es \chord{D}ihnen \chord{G}gefiel. \\
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\chord{G}Der neue \chord{D}Kurs im deutschen \chord{C}Reich war nicht \chord{G}geheuer. \\
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Sie wollten \chord{a}frei sein, mit \chord{D}Gesang, \chord{G}Gitarrenspiel. \\
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\chord{D}Mit ihrer \chord{a}Kleidung nahmen \chord{G}sie's nicht so \chord{D}genau. \\
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Ganz offen \chord{a}trugen sie das \chord{G}Edelweiß zu \chord{D}Schau. \\
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Sie hatten \chord{a}Mut, und das war \chord{G}gut.
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\end{verse}
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\begin{verse}
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Sie hatten nichts im Sinn mit braunen Nazihorden. \\
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Sie hielten nichts von dem Geschrei vom Heil und Sieg. \\
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Was war denn nur aus ihrem Vaterland geworden? \\
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Man schürte offen den verbrecherischen Krieg. \\
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Da gab's nur eins zu tun, befrei'n wir dieses Land. \\
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Da durfte keiner ruh'n, wir leisten Widerstand. \\
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|
Sie hatten Mut, und das war gut.
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\end{verse}
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\begin{verse}
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Refrain: \\
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\chord{G}Vielleicht wird \chord{D}morgen schon \chord{a}eine neue \chord{C}Zeit \chord{D}anfangen. \\
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\chord{G}Vielleicht ist \chord{D}morgen schon \chord{C}der Spuk \chord{e}vorbei. \\
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\chord{G}Vielleicht wird \chord{D}morgen schon \chord{a}eine neue \chord{C}Zeit \chord{D}anfangen. \\
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\chord{G}Vielleicht ist \chord{D}morgen schon \chord{C}der Spuk \chord{G}vorbei.
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\end{verse}
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\begin{verse}
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Da gab's 'nen Güterzug mit Kriegsgeräten, Waffen. \\
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Und was man sonst noch braucht für einen Völkermord. \\
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Sie machten sich an den Geleisen kurz zu schaffen. \\
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Der Zug erreichte niemals den Bestimmungsort. \\
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Und Essensmarken vom Parteibüro der Stadt \\
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war'n plötzlich weg und Zwangsarbeiter wurden satt. \\
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Sie hatten Mut, sie hatten Mut.
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\end{verse}
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\begin{verse}
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Sie glaubten fest daran, dass sie den Sieg erringen. \\
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Sie glaubten fest daran, aus Schaden wird man klug. \\
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Sie glaubten fest daran, als sie zum Galgen gingen. \\
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Sie glaubten fest daran, als man sie vorher schlug. \\
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Und diese Angst, die hinter jeder Folter steht, \\
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die ist so groß, dass man den besten Freund verrät. \\
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Versteht man gut, versteht man gut. \\
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Vielleicht wird ...
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\end{verse}
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\begin{verse}
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Sie stehen heute noch auf manchen Schwarzen Listen. \\
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Ich möcht fast sagen, heut' ist's wieder mal soweit. \\
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In Amt und Würden sitzen immer noch Faschisten. \\
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Und zum totalen Krieg ist mancher schnell bereit. \\
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Doch seh' ich Tausende, und das beruhigt mich sehr. \\
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Die zeigen offen das zerbrochene Gewehr. \\
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Denn das macht Mut, denn das macht Mut. \\
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/: Und dann wird morgen schon eine neue Zeit anfangen. \\
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Und dann ist morgen schon der Spuk vorbei. :/
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\end{verse}
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\end{song}
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