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songbook/songs/es-liegen-drei-glaenzende-kugeln.tex
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Co-Authored-By: Claude Opus 4.6 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-04-02 19:03:07 +02:00

65 lines
2.4 KiB
TeX

\begin{song}{
title = {Es liegen drei glänzende Kugeln},
note = {Was, wenn wir alle eines Tages in einer radioaktiv verseuchten Welt leben müssen? Was, wenn irgendwelche Verrückten einen Atomkrieg anzetteln? Was, wenn unsere Weisheit von unserer Erkenntnis überrollt wird? Wenn eine Handvoll ambitionierter Wissenschaftler aus übersteigertem Forschungsdrang mit den Kugeln, aus denen unsere Welt besteht, Billiard spielen? Das sind die Ängste, mit denen sich Degenhardt in diesem Lied auseinandersetzt. Symbolhaft kann man an diesem Horrortrip alles verstehen - den mutierten Wirt, die aufeinanderprallenden Kugeln als kollidierende Atomkerne, die gesattelte Wolke, die schwarze Pest … Ein Paradies für Interpretierwürdige. [Quelle: Codex]},
lyrics = {Franz Joseph Degenhardt (1963)},
composer = {Franz Joseph Degenhardt (1963)},
bulibu = 322,
cl = 140,
swa = 91,
barde = 98,
}
\begin{verse}
Es \chord{a}liegen drei \chord{E}glänzende \chord{a}Kugeln, / ich \chord{d}weiß nicht, \\
\chord{E7}woraus sie \chord{a}gemacht, / in einer \chord{E}niedrigen \chord{a}Kneipe, / \\
neun \chord{d}Meilen \chord{E7}hinter der \chord{a}Nacht. / Sie \chord{E}liegen auf \\
grünem \chord{a}Tuch / und an \chord{E}der Wand hängt der Spruch: \chord{E7}/
\end{verse}
\begin{verse}
\chord{F}Wer die Kugeln \chord{C}rollen lässt, \chord{a}daradadiridum, / \\
den \chord{F}überkomme die \chord{C}schwarze Pest, \chord{a}daradadirudum.
\end{verse}
\begin{verse}
Der Wirt, der hat nur ein Auge, / \\
und das trägt er hinter dem Ohr. / \\
Aus seinem gespaltenem Kopfe / \\
ragt eine Antenne hervor. / \\
Er trinkt aus einer Seele / \\
und ruft aus roter Kehle: / \\
Wer die Kugeln…
\end{verse}
\begin{verse}
Die einen sagen, die Kugeln / \\
sind die Sonne, die Erde der Mond. / \\
Die andern glauben sie seien, / \\
das Feuer, die Angst und der Tod. / \\
Und wenn sie beisammen sind, / \\
dann summen sie in den Wind…
\end{verse}
\begin{verse}
Und dann kam einer geritten, / \\
es war in dem Jahr vor der Zeit, / \\
auf einer gesattelten Wolke / \\
von hinter der Ewigkeit. / \\
Er nahm von der Wand einen Queue, / \\
der Wirt rief krächzend „He“: …
\end{verse}
\begin{verse}
Doch jener, der lachte zwei Donner / \\
und wachste den knöchernen Stab, / \\
visierte und stieß und die Kugeln / \\
prallten aneinander, der Wirt grub ein Grab. / \\
Fäulnis flatterte auf, / \\
so nahm alles seinen Lauf: …
\end{verse}
\songimage{images/img-051.png}
\end{song}